Wie unser Haus zu seinem Namen kam



Das die Region beherrschende Bergmassiv, mit bis zu 1091 Höhenmetern, ist der südlichste Ausläufer der Cevennen und wird offiziell "CAROUX" genannt.

Im Volksmund spricht man aber von "CEBENNA" oder der "Femme allongée" (liegende Frau), deren Legende Sie weiter unten erfahren.


Der zweite Grund für die Namensgebung ist einer unserer Lieblingsweine.

"CEBENNA" ist ein vorzüglicher Bio-Rotwein von der im Nachbarort Cébazan ansässigen Domaine "Les Eminades" 
(Luc et Patricia Bettoni)

https://leseminades.com/


Die Legende des Caroux (Cebenna und Rhea)

Gehen wir bis in die Zeit der Titanen zurück, um die berühmte Legende von „Cebenna“ zu erfahren.

In jener Zeit lebten Cebenna und Rhea, die Riesen waren und Nachfahren der Titanen. Sie waren die Einzigen, die auf der Erde überlebt hatten.

Hand in Hand, gefangen von der Schönheit der Natur, wanderten sie zu ihrem Lieblingsplatz auf einem Plateau des Gebirgszuges „Caroux“. Von dort aus konnten sie das ganze Land überblicken und bis zum Meer schauen.

Aber die Götter des Olymp, die ganz ungeduldig darauf warteten, dass auf der Erde endlich Platz für Menschen wurde, riefen immerwährend, dass Cebenna und Rhea sterben sollten und die Erde erfüllte den Göttern schließlich den Wunsch.

An einem äußerst milden Abend legte sich Cebenna auf den Felsen nieder während Rhea das Bett des Flusses „Heric“ hinunterstieg.

Plötzlich und ganz überrascht, bemerkte Cebenna, dass der Fels unter ihr weich wurde und nachgab. Sie erschrak und versuchte sich aufzusetzen, aber der Fels bedeckte nach und nach ihren Körper und machte sie so bewegungsunfähig.

Mit einer letzten Anstrengung gelang es ihr, den Kopf nach hinten zu wenden und einen Schrei der Verzweiflung auszustoßen.

Tränen strömten aus ihren Augen und flossen in den Fluss Rieutort.

Als Rhea den Schrei seiner Liebsten gehört hatte, wollte er sofort zu Cebenna eilen. Aber was war das? Seine Füße wurden von einem Strudel eingesaugt und versanken im Wasser. Er fiel auf die Knie und versuchte, an den seitlichen Felswänden mit den Händen Halt zu finden. Bei dem Versuch, sich zu befreien, sank er nur noch weiter ein, bis zu den Schultern. Und der Fels verflüssigte sich und überzog Rheas Kopf. So wurde Rheas letzter Schrei erstickt, während der Fluss Heric ihn tosend verschluckte.

Und so bleibt Cebennas Körper durch die Höhenlinie des Caroux immer sichtbar, wie ein liegender Grabstein.

Wenn man in die Gorges d’Heric geht, findet man auch Rhea, denn zwischen der zweiten und dritten Brücke blockiert ein riesiger steinerner Kopf den Wasserfluss.


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